Obergermanisch-Raetischer Limes
von Rheinbrohl bis Regensburg,
Eining (Abusina)

Der Limes

Saalburg

04 saalburgEiner der Höhepunkte unserer Reise sollte der Besuch des Römerkastells Saalburg werden. Leider spielte das Wetter nicht mit - es regnete. Na gut, dachten wir, dann ab in die Museumsräume. Diese durften wir dann mit mindestens zehn Schulklassen teilen = viel Geschrei und lautstarke Vorträge der Lehrer bzw. Museumsführer ... wir versuchten, das Beste daraus zu machen und planten dann für die Außenanlagen einen weiteren Besuchstag ein.

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Das Römerkastell
Anfang des 2. Jh. n. Chr. wurden am Saalburgpass Wachtürme aus Holz errichtet. Um hier Soldaten stationieren zu können, erstellte man ein erstes Holzkastell. Diese etwa 150 Soldaten kontrollierten den wichtigen Verkehrsweg über den Taunus. Um 135 n. Chr. baute man das Holzkastell zu einem größeren Kohortenkastell für ca. 480 Fußsoldaten und 120 Reiter aus. Mitte des 2. Jahrhunderts wurde das Kastell in Steinbauweise erweitert. Im Jahr 233 n. Chr. wurde die Zivilsiedlung von germanischen Stämmen angegriffen und in Schutt und Asche gelegt. Um 260 n. Chr. überfielen und plünderten die germanischen Alamannen die römischen Grenzprovinzen. Der Limes und mit ihm die Saalburg wurden aufgegeben. Die römischen Truppen zogen sich hinter den Rhein und die Donau zurück. So endete nach über anderthalb Jahrhunderten die römische Herrschaft im Taunus.

Die Wiederentdeckung
Im Laufe der Jahrhunderte verfiel der Limes. Im Mittelalter war nur ein Pfahlgraben bekannt. Das Kastell wird aber in keiner Chronik erwähnt. Der heutige Name Saalburg ist seit 1604 nachweisbar. Wahrscheinlich dienten die Mauern als Baumaterial für die Häuser der Umgebung. Bei Abbrucharbeiten im Jahr 1723 wurde ein Stein mit der Ehreninschrift für den Kaiser Caracalla gefunden. Das Interesse war geweckt und die Ruinen als ein römisches Bauwerk erkannt. Es dauerte aber bis 1818 bis das Steinebrechen an der Saalburg verboten wurde.

Die Rekonstruktion
Der Archivar Friedrich Gustav Haber unternahm in den Jahren 1853 bis 1862 erste eingehende Untersuchen der Ruine. Das Geld dazu stammte von der Homburger Spielbank. Ab 1870 wurde systematisch und mit staatlichen Mitteln geforscht. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. war oft Gast in Bad Homburg und interessierte sich für Ausgrabungsarbeiten. 1897 veranlasste er den Wiederaufbau des alten Römerkastells. So entstand auf den Fundamenten des ehemaligen Römerkastells die Rekonstruktion des Saalburg-Kastells. Dabei orientierte sich der Erbauber, Louis Jacobi, an Vorgaben anderer antiker Bauten. Heute bekommt der Besucher einen annähernd originalgetreuen Eindruck eines römischen Kastells zu sehen. 

Römerkastell Saalburg  (35 Bilder)

  • Römerkastell Saalburg
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